Mädelsabend! Der Grauen eines jeden Mannes.
Nichts bleibt geheim, jede Kleinigkeit muss erzählt werden. Umso länger der Abend, desto mehr Tatsachen werden auf den Tisch gelegt. Und so ein Abend kann bekanntlich verdammt lang sein!

Übliche Runde im Café: Es werden die heißesten und neuesten Informationen der vergangenen Woche ausgetauscht. Line, seit nun einem halben Jahr Single, kann nicht fassen was ihr erzählt wird. “Könnt ihr mir mal bitte verraten, wie ihr es schafft, immer irgendeinen Macker am Start zu haben, der euch mal kurz beglückt und ansonsten in Ruhe lässt?” Während Jacky verdutzt in die Runde guckt muss ich anfangen zu lachen: “Da scheint mir jemand ausgehungert!” “Spar’ dir deine blöden Sprüche! Ich meine es Ernst: Was macht ihr bitte schön, dass ihr nicht einmal lange reden müsst?” Jetzt muss auch Jacky lachen, während Line schmollend in ihrem Kaffee rührt.

Nachdem wir Line keine Antwort geben konnten, fing sie nun an uns zu erzählen, dass es einfach keinen Mann gäbe, der mit ihr auch nur ansatzweise eine schnelle Nummer wollte. Sie bekam wohl in den letzten Wochen so viele Abfuhren wie wir Männer. Und das für Line depremierenste an diesen Abfuhren war, dass es immer die selbe war: “Jedes Mal, wenn ich dachte, ich hätte einen potenziellen One-Night-Stand, durfte ich mir anhören, dass ich nicht für eine Nacht wäre. Verstehen die Männer denn nicht, dass ich es gerade absolut darauf anlege und keine Beziehung will? Ich will doch einfach nur meinen Spaß haben. Und da soll nochmal eine sagen, Männer wären schwanzgesteuert!!!” Jetzt meldet sich Jacky zu Wort: “Bist du gerade dabei, die Männer in Schutz zu nehmen? Natürlich sind sie schwanzgesteuert. Du gehst nur einfach in die falschen Clubs, oder in die richtigen Clubs, aber dafür zu den falschen Männern.” “Achja, und was ist deiner Meinung nach der richtige Club oder der richtige Mann?” “Naja, Line, wenn du schon in den Clubs bist, in denen es etwas schicker zugeht, dann such dir auch eine höhere Altersklasse und damit meine ich keine 50er, aber zwischen Mitte zwanzig und Mitte dreißig dürfen sie schon sein. Die haben Geld und freuen sich über junges Frischfleisch. Und außerdem bist du ihnen zu jung für eine Beziehung!”, sagt Jacky zwinkernd zu Line. “Aber eure Männer sind nicht so alt!” Richtig”, erwidere ich, “dafür erinnern sich die meisten auch nicht mehr an uns. Deshalb haben wir aber auch unsere Ruhe.” “Wir suchen aber auch nicht in piekfeinen Locations sondern eher in Clubs, in die wir selbst auch reinpassen. Ein bisschen verrückt, ein bisschen assi, gute Musik und genügend bezahlbarer Alk!”, entgegnet Jacky. “Wollt ihr mir sagen, ihr füllt die Männer ab?” “Äh nein! Das erledigen sie schon selber. Aber es ist natürlich viel einfacher einen zu finden bzw. für einen attraktiv zu wirken, wenn die Optik nicht mehr ganz so gerade ist.”, versuche ich Line zu erklären.

Jacky muss schon wieder lachen: “Dem entsprechende Freaks haben wir dann aber auch, oder Steffi?” “Ja, sonst hätten wir ja nicht ständig etwas zu erzählen. Aber Line, auf sowas musst du dich dann einstellen. Da kommen die tollsten Überraschungen. Mich hat letztens wieder einer so zugequatscht, dass ich mir nicht mal mehr sicher war, ob er tatsächlich mit mir vögeln wollte, oder vielleicht einfach nur eine nette Unterhaltung suchte.” “Besser wie die Pornosprüche. darüber hatten wir es ja auch schon. Und Achtung, ich habe einen neuen Spruch für unsere Sammlung: ,Who’s your daddy?’“ “Jacky, der war schwarz!”, lache ich amüsiert. “Yes!”

“Aber eigentlich will ich ja gar keinen Freak”, sagt Line in die Runde. Ich muss schon wieder lachen. “Line, entweder, oder! Aber eins ist sicher: Du brauchst Sex! Und wenn Jacky oder ich dir einen von unseren abgeben.” Jetzt muss auch Line endlich lachen und schreit: “Nein, die sind ja schon benutzt!”, und Jacky entgegnet: “Achwas, Line, das Gummi wechseln wir für dich!”

Freundinnen teilen zwar gerne aber ungern alles, darum schlage kein Angebot aus, solange du die Macht über den Lichtschalter hast, denn im Dunkeln sehen alle Katzen grau aus!

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