Mädelsabend! Der Grauen eines jeden Mannes.
Nichts bleibt geheim, jede Kleinigkeit muss erzählt werden. Umso länger der Abend, desto mehr Tatsachen werden auf den Tisch gelegt. Und so ein Abend kann bekanntlich verdammt lang sein!

Sex ist schon lange kein Tabu-Thema mehr. Worüber trotzdem kaum gesprochen wird, sind die Sexpraktiken, die in den Betten ausgeübt werden. Und trotzdem werden genügend Umfragen bezüglich den Vorlieben und Praktiken gemacht. So fand ich zum Beispiel heraus, dass bei 49,1% der deutschen Mitbürger Analverkehr zu den regelmäßig ausgeführten Sexpraktiken zählt.

Da wären wir auch schon beim Thema: Jacky (eine gute Freundin, die zwar in keiner Beziehung ist, aber keinesfalls etwas anbrennen lässt), Zoe und ich saßen in einem Café und tauschten mal wieder Neuigkeiten aus. „Mädels“, begann Jacky, „probiert ihr im Bett eigentlich alles aus?“ Zoe und ich tauschten verwirrte Blicke aus. „Naja, also ich und Pepé, wir probieren eigentlich schon alles aus, solange es von beiden Seiten okay ist“, antwortete Zoe. „Bei Luke und mir ist es ähnlich, nur dass Luke da eher so das Überraschungspaket ist. Er sagt nix vorher, sondern macht einfach! Da kamen auch schon echt merkwürdige Sachen raus.“ „Ich dachte, dein Luke würde alles kommentieren?“, fragte Zoe verdutzt nach. „Ja, das tut er auch. Aber nur, wenn ich etwas tue. Sobald er irgendwas Neues ausprobiert, sagt er kein Ton. Wobei hier sein Sprechen sicherlich von Vorteil wäre!“ „In wiefern?“, hakte Jacky nach. „Naja, wie zum Beispiel mit der Pornoaktion, von der ich euch erzählt habe. Hätte er vorher was gesagt, hätte er sich das Schwanzwedeln sparen können!“ „Also, bei mir und Pepé ist es ganz anders. Wir reden vorher über solche Dinge, bevor irgendwer was tut. Meistens wird es gut.“ „Achja, was probiert ihr da dann so aus?“, fragte ich nach. „Verschiedenes. Das, was wir eben ausprobieren wollen. Vor kurzem haben wir es zum Beispiel mal von hinten probiert.“ Jacky guckte ein wenig irritiert: „Wie von hinten?“ „Naja, von HINTEN halt!“, flüsterte Zoe. „Anal?“ Ich prustete vor Lachen während Jacky auf eine Antwort wartete. Dem Gesicht zu urteilen, wünschte sich Zoe momentan einfach zu platzen und nickte mit hochrotem Kopf. „Ach komm, Maus! Was ist dabei? Wie war es denn?“ „Ich hatte es mir schlimmer und trotzdem irgendwie besser vorgestellt.“ Ich war etwas verwirrt: „Wie meinst du denn das jetzt?“ „Ja, ich dachte, es tut mehr weh. Tat es aber nicht. Und irgendwie hatte ich mir das Gefühl schöner vorgestellt.“ „Aber?“ „Aber, ich hatte die ganze Zeit eher das Gefühl, ich müsste kacken!“ Wir brüllten vor Lachen.

„Das Gefühl kommt mir irgendwie bekannt vor.“ „Wie, dir kommt das Gefühl bekannt vor. Hat dich denn dein Freund auch von hinten genommen?“, fragte Jacky neugierig. „Nein, aber so ähnlich. Als ich ihm mal einen geblasen hatte, steckte er mir einfach so, ohne Vorwarnung, seinen Finger in den Arsch.“ „Nein, das hat er nicht getan!“, Zoe war sich nicht sicher, ob sie entsetzt sein oder lachen sollte. „Doch, das hat er. Das war irgendwie komisch. Ich hatte es mir auch schlimmer vorgestellt, aber dieses schreckliche Gefühl, man müsste so dringend auf die Toilette, hatte mich völlig irritiert. Er hatte es aber auch recht schnell geblickt, dass es Körperöffnungen gibt, die mir mehr Freude bereiten!“

Jacky grinste: „Das Gefühl, dringend auf die Toilette zu müssen ist böse. Aber erst richtig gemein wird es, wenn man es nicht mehr auf die Toilette schafft!“ „Wie bitte, was?“, brach es aus mir heraus. „Bevor du anfängst: Ist es eklig?“, fragte Zoe dezent nach. „Naja, eklig ist ein dehnbarer Begriff. Und trotzdem werde ich es euch erzählen“, verkündete Jacky lachend und fing an uns ihre Anal-Erfahrung zu schildern:

Jacky hatte sich mal wieder einen Typen geangelt, der sie prompt von hinten nehmen wollte. Auch sie hatte das starke Gefühl, sie müsse mal dringend auf die Toilette. „Als er dann fertig war und sein Ding aus meinem Arsch zog, habe ich erst mal nix gespürt und irgendwie war da halt ordentlich Material dabei. So setzte ich ihm schön mittig einen Haufen aufs Bett!“ Wir brüllten vor Lachen. Selbst Zoe lachte mit, auch wenn ihr Gesichtsausdruck für kurze Zeit starke Übelkeit zeigte. „Das Einzige, was ich noch von seinem Kumpel erfahren habe, ist, dass er seiner Mom mit der  Ausrede >>Der Hund war’s<< versuchte, den Fleck auf dem Laken zu erklären!“

„Scheiße passiert!“ – Ein Grund mehr auf sein Bauchgefühl zu hören.

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